Internetanbieter vergleichen: erst die Leitung, dann der Preis

Ein Tarif, der an deiner Straße nicht ankommt, ist kein Angebot, auch wenn er in jeder Liste ganz oben steht. Deshalb beginnt hier jede Gemeindeseite mit dem, was gebaut ist, und erst danach kommen die Preise. Nachgesehen ist es für 7.880 Gemeinden.

7.880

Internetanbieter in deiner Gemeinde

Je Gemeinde eine Seite: welche der drei Techniken dort gebaut ist und wie weit sie trägt, wer darauf liefert und was diese Anbieter vor Ort verlangen. Die Ausbauwerte stammen aus dem Breitbandatlas des Bundes und gelten für die Gemeinde, nicht für die einzelne Hausnummer; das steht auf jeder Seite dabei.

27,49 €

DSL-Tarife und ihr Preis über die Laufzeit

Auf so viel im Monat kommt der derzeit billigste bundesweite Tarif, wenn man die vierundzwanzig Monate zusammenzählt und durch vierundzwanzig teilt. Beworben wird er mit weniger: Der Rabatt der ersten Monate steckt in der Werbezahl und nicht in der Rechnung des zweiten Jahres. Der Vergleich rechnet beides aus und stellt es nebeneinander.

§ 57

Zu langsames Internet: dein Recht auf Minderung

Kommt dauerhaft deutlich weniger an, als der Vertrag verspricht, darfst du den Preis kürzen oder fristlos kündigen. Das Gesetz sagt auch, wie der Nachweis zu führen ist: mit der Desktop-App der Bundesnetzagentur, an drei Tagen, dreißig Messungen. Wie das geht und was seit Dezember 2021 sonst noch gilt, steht unter dem Vergleich.

DSL, Kabel und Glasfaser: was in Deutschland tatsächlich liegt

Der Breitbandatlas des Bundes sagt für die 7.880 Gemeinden auf dieser Seite ein Bild, das weder so gut ist wie die Werbung noch so schlecht wie der Ruf. In der Hälfte der Orte ist mindestens 1.000 MBit/s gebaut. Gleichzeitig erreicht Glasfaser in 2.440 Orten nicht einmal jeden zehnten Haushalt, während sie in 2.356 anderen bei mindestens drei von vier liegt. Der Ausbau ist nicht langsam, er ist ungleich.

In 505 Gemeinden bleibt DSL die schnellste gebaute Technik. Dort entscheidet keine Anbieterwahl darüber, was ankommt, sondern die Länge des Kupferkabels zur nächsten Vermittlungsstelle, und die ist zwischen zwei Häusern derselben Straße oft verschieden. Genau deshalb steht auf jeder Gemeindeseite hier die Anschlusslage vor den Preisen und nicht dahinter.

Eine Zahl widerspricht dabei der Erwartung: In 2.506 Orten lässt sich ein schnellerer Anschluss bestellen, als der Atlas für den Ort ausweist. Das ist kein Fehler in den Daten. Der Atlas meldet je Technik und rundet auf Stufen; ein Anbieter verkauft, was seine Leitung an dieser Adresse hergibt. Beide Zahlen stehen deshalb nebeneinander, statt dass eine aus der anderen abgeleitet würde. Die Bilanz über alle Orte.

Internet-Preisvergleich: der Monatspreis ist die falsche Zahl

Wie falsch, lässt sich an den Tarifen von heute vorrechnen. Telekom wirbt für Glasfaser 1000 mit 9,95 € im Monat, PYUR verlangt für Pure Speed 1000 34,00 € – mehr als das Dreifache. Beide liefern 1.000 MBit/s.

Über die volle Laufzeit dreht sich das Verhältnis um: Der beworbene Aktionspreis läuft nach wenigen Monaten aus, dann gilt der Normalpreis, und dazu kommt der Anschlusspreis. Am Ende stehen 1.589,63 € gegen 835,99 €. Der Tarif mit der kleineren Werbezahl ist um 753,64 € der teurere. Dass der günstigere hier ein regionaler Anbieter ist, der nur 8 Prozent der Orte erreicht, gehört zur Ehrlichkeit dazu; an den meisten Adressen steht er gar nicht zur Wahl.

Das ist kein Einzelfall und keine Unlauterkeit, sondern die Folge davon, dass alle mit derselben Zahl werben. Vergleichbar wird es erst, wenn man Monatsschnitt mal Laufzeit rechnet und den Anschlusspreis addiert. Genau das tut der Rechner, für jeden bundesweiten Tarif.

DSL, Kabel, Glasfaser oder Funk: welcher Anschluss ins Haus kommt

Welche Anschlussart an einer Adresse zur Verfügung steht, ist keine Frage des Geschmacks. DSL gibt es fast überall, sein Tempo hängt an der Kupferlänge. Kabel ist meist das schnellste, was liegt, teilt sich aber den Strang mit der Nachbarschaft und bleibt im Upload schwach. Glasfaser hat als einzige Technik keine Grenze in Sichtweite. Und wo nichts davon ankommt, bleiben Mobilfunk oder Satellit – beide ohne Graben, beide mit eigenen Grenzen.

Wer wechseln will, sollte eines nicht tun: selbst kündigen. Der neue Anbieter übernimmt das und stimmt die Termine ab; wer vorher selbst kündigt, riskiert die Lücke. Wie der Wechsel abläuft.

Woher die Angaben zu Verfügbarkeit und Tarifen stammen

Die Ausbauwerte stammen aus dem Breitbandatlas der Bundesnetzagentur. Sie sind Meldungen der Netzbetreiber und keine Messungen, und sie gelten für eine Gemeinde, nicht für eine Hausnummer. Was an deiner Adresse tatsächlich geschaltet werden kann, sagt verbindlich erst die Prüfung beim Anbieter, und selbst die hat Grenzen.

Die Tarifangaben kommen von den Anbietern. Auf den Ortsseiten steht je Anbieter, was er dort liefert: sein günstigster und sein schnellster Tarif, mit Laufzeit, Anschlusspreis und dem, was über die Laufzeit zusammenkommt. Die Verweise zu den Anbietern sind bezahlte Werbelinks; daran verdient diese Seite, am Preis ändert es nichts, und wo es keinen solchen Link gibt, steht auch kein Knopf, sondern nur die Angaben.

Stand der Tarifdaten: 2.9.2026. 4 Anbieter liefern bundesweit. Angaben ohne Gewähr. Die Verweise auf die Anbieter sind bezahlte Werbung.